Schweizerische Dystonie-Gesellschaft
Association Suisse contre la Dystonie
Associazione Svizzera contro la Distonia


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Formen der Dystonie

Fokale Formen der Dystonie

Die häufigste Form der Dystonie ist die fokale Dystonie. Sie tritt hauptsächlich im Erwachsenen- alter auf. Fokal heisst, dass jeweils ein einzelner, abgegrenzter Bereich des Körpers betroffen ist. Es handelt sich um

zervikale Dystonie, Torticollis (Schiefhals)
Blepharospasmus (Lidkrampf)
Meige-Syndrom
Oromandibuläre Dystonie
(Mund-, Zungen-, Schlundkrampf)
Spasmodische Dysphonie (Stimmbandkrampf)
Gliederdystonie

(Schreibkrampf, Fussdystonie, Musikerdystonie) Bei fokalen Dystonien in zwei benachbarten Körperregionen (z.B. Schiefhals sowie Mund-, Zungen-, Schlundkrampf) spricht man von segmentaler Dystonie. Multifokal wird eine Dystonie genannt, wenn zwei oder mehrere nicht benachbarte Körperregionen betroffen sind (z.B. Schreibkrampf und Lidkrampf).

Andere Formen der Dystonie

Im Gegensatz zu den fokalen Dystonien stehen die Erscheinungsformen, die weite Bereiche des Körpers erfassen

Hemidystonie
Torsionsdystonie
Generalisierte Dystonie
dopa-responsive Dystonie
tardive Dystonie

Bei der Hemidystonie sind die Muskeln einer Körperhälfte betroffen. Bei der Torsionsdystonie kommt es zu Verdrehungen im ganzen Rumpfbereich. Sie ist sehr ähnlich der generalisierten Dystonie, bei der Muskelverkrampfungen in vielen Bereichen des Körpers gleichzeitig auftreten.


Rolle der Gene

Botulinumtoxin

Literatur

Lexikon A - Z

Was ist Dystonie?

Dystonie ist eine Bewegungsstörung mit neurologischer Ursache. Sie kann jeden treffen, überall und in jedem Alter. Ihre Kennzeichen sind z.B.:

  • Fehlhaltung des Kopfes

  • Häufiges unregelmäßiges Blinzeln

  • Gepreßtes oder verhauchtes Sprechen

  • Verkrampfte Hand beim Schreiben oder Musizieren

  • Verkrampfte Lippen beim Spielen eines Blasinstrumentes

In Deutschland gibt es schätzungsweise 80'000 Betroffene, in der Schweiz folglich etwa 7'000. Hervorgerufen wird eine Dystonie durch unwillkürliche Verkrampfungen in Muskeln. Die Erkrankung führt zu unbeeinflussbaren Fehlhaltungen oder Fehlbewegungen (Zuckungen), die sehr störend und schmerzhaft sein können.